Ein Kunde öffnet Ihre Website auf dem Smartphone. Das Logo erscheint sofort, doch das grosse Titelbild lädt erst einige Sekunden später. Beim nächsten Klick reagiert die Seite ebenfalls verzögert. Auf dem Desktop fällt das kaum auf, unterwegs dagegen schon.

Solche Unterschiede können verschiedene Ursachen haben. Bei einer PageSpeed Optimierung geht es darum, diese Bremsen zu finden und die Website Schritt für Schritt schneller zu machen. Doch an welcher Stelle sollte man mit der Optimierung beginnen?

Das Wichtigste in Kürze: Wie funktioniert eine PageSpeed Optimierung?
Eine PageSpeed Optimierung beginnt bei der Grundlage der Website. Zuerst wird geprüft, wie schnell der Server reagiert. Anschliessend kommen der Aufbau der Website und die verwendeten Erweiterungen an die Reihe. Auch Bilder und andere Inhalte beeinflussen die Ladezeit. Ein abschliessender PageSpeed-Test zeigt, ob die Änderungen Wirkung zeigen.

Bei Webgorilla beginnt die PageSpeed Optimierung mit einer Analyse. Wir prüfen, wo Ihre Website Zeit verliert und setzen genau dort an. Sie möchten wissen, was Ihre Website ausbremst? Vereinbaren Sie gerne ein kostenloses Beratungsgespräch mit uns.

Schritt 1: Das passende Hosting wählen

Die PageSpeed Optimierung beginnt beim Hosting. Der Hoster stellt den Server bereit, auf dem Ihre Website gespeichert ist. Antwortet dieser langsam, verzögert sich der gesamte Seitenaufbau.

Für kleinere Websites reicht Shared Hosting häufig aus. Dabei teilen sich mehrere Websites die Leistung eines Servers. Bei grösseren Onlineshops oder vielen gleichzeitigen Besuchern kann das jedoch zum Problem werden. Prüfen Sie deshalb, ob Ihr Hosting-Paket genügend Leistung bietet.

Auch der Serverstandort spielt eine Rolle. Richtet sich Ihre Website hauptsächlich an Kunden in der Schweiz, sollte der Server möglichst in der Schweiz oder in der Nähe stehen. Für internationale Websites kann ein Content Delivery Network (CDN) sinnvoll sein, das Inhalte über verschiedene Serverstandorte ausliefert.

Zusätzlich beeinflusst die Serverkonfiguration die Geschwindigkeit. Eine aktuelle PHP-Version kann WordPress schneller verarbeiten. Prüfen Sie vor einer Umstellung, ob Theme und Plugins damit kompatibel sind.

Entscheidend ist dabei, dass das gewählte Hosting zu den Anforderungen Ihrer Website passt. Ein leistungsfähiges Hosting schafft die Grundlage für einen guten PageSpeed.

Schritt 2: Das richtige Theme verwenden

Das Theme bestimmt das Aussehen einer WordPress-Website und beeinflusst gleichzeitig, was beim Seitenaufruf geladen wird. Umfangreiche Themes bringen oft viele Funktionen, Designoptionen und zusätzliche Dateien mit. Werden diese auf der Website gar nicht benötigt, können sie den Seitenaufbau unnötig verlangsamen.

Verwenden Sie deshalb ein Theme, das zu Ihrer Website passt und möglichst schlank aufgebaut ist. Für die PageSpeed Optimierung empfehlen wir bei Webgorilla häufig das Hello Theme. Es wurde speziell für Elementor entwickelt und ist bewusst auf wenige Grundfunktionen reduziert. Dadurch lässt sich das Design individuell aufbauen, ohne unnötig viele Voreinstellungen mitzuladen.

Für klassische WooCommerce-Shops ist Storefront weiterhin eine Alternative. Das kostenlose Theme stammt direkt von WooCommerce und ist eng auf das Shopsystem abgestimmt.

Bei einer bestehenden Website muss das Theme nicht sofort gewechselt werden. Prüfen Sie zuerst, ob es die Ladezeit tatsächlich beeinflusst. Häufig können bereits nicht benötigte Funktionen deaktiviert oder einzelne Bereiche optimiert werden. Das unterstützt einen dauerhaft guten PageSpeed.

Schritt 3: Plugins prüfen

Plugins erweitern WordPress um zusätzliche Funktionen und laden dabei oft eigene Skripte oder Stylesheets. Je umfangreicher eine Erweiterung ist, desto stärker kann sie den Seitenaufbau beeinflussen.

Entscheidend ist jedoch nicht nur die Anzahl der Plugins. Eine einzelne umfangreiche Erweiterung kann mehr bremsen als mehrere schlanke. Prüfen Sie deshalb, welche Plugins wirklich benötigt werden und welche Ressourcen sie im Hintergrund laden. Ein gut eingerichtetes Caching kann zusätzlich helfen, Inhalte schneller auszuliefern, weil sie nicht bei jedem Aufruf neu erzeugt werden müssen.

Nicht mehr verwendete Plugins sollten entfernt werden. Dabei verschwinden jedoch nicht immer alle Daten vollständig. Manche Erweiterungen hinterlassen Einträge in der Datenbank, die die Website weiterhin belasten können.

Diesen Datenmüll zu entfernen, ist aufwendiger als die reine Deinstallation. Webgorilla kann solche Reste gezielt für Sie bereinigen. Für kleinere Funktionen ist zudem manchmal eine schlanke Code-Lösung sinnvoller als ein zusätzliches Plugin.

«Bei der PageSpeed Optimierung bringt es wenig, einfach immer weitere Performance-Plugins zu installieren. Zuerst muss klar sein, was eine Website tatsächlich ausbremst.»

Andri Eisenegger
Webdesign Professional bei Webgorilla

Schritt 4: Inhalte für kurze Ladezeiten optimieren

Alles, was sich auf einer Seite befindet, muss beim Aufruf geladen werden. Besonders grosse Bilder oder Videos können die Ladezeit verlängern. Für eine gute PageSpeed Optimierung sollten Inhalte deshalb passend aufbereitet werden.

Bei Bildern bedeutet das: Laden Sie keine hochauflösenden Dateien hoch, wenn sie auf der Website ohnehin deutlich kleiner dargestellt werden. Schneiden Sie diese vorher passend zu, komprimieren Sie die Dateien und nutzen Sie moderne Formate wie WebP.

Achten Sie besonders auf folgende Punkte:

  • Bilder vor dem Hochladen verkleinern und komprimieren
  • Bilder und wiederkehrende Elemente nicht mehrfach hochladen, sondern wenn möglich global verwenden
  • Lazy Loading nutzen: Bilder weiter unten auf der Seite werden erst geladen, wenn sie in den sichtbaren Bereich kommen
  • Grosse Videos besser über eine Videoplattform wie YouTube einbinden
  • Widgets sparsam verwenden und unnötige Verschachtelungen vermeiden

Wenn Sie unsicher sind, welche Inhalte Ihre Website ausbremsen, unterstützt Webgorilla Sie gerne bei der Analyse und Optimierung.

Auch sehr umfangreiche Seiten können langsamer laden. Verteilen Sie Inhalte deshalb sinnvoll auf mehrere Unterseiten, statt einzelne Seiten unnötig zu überladen.

Schritt 5: PageSpeed testen

Nach den Anpassungen folgt der Test. Dafür eignet sich Google PageSpeed Insights. Das Tool analysiert eine einzelne URL und gibt Hinweise darauf, welche Bereiche die Ladegeschwindigkeit beeinträchtigen können.

Für möglichst vergleichbare eigene Tests empfiehlt sich eine stabile Internetverbindung, beispielsweise über LAN. Wichtig ist ausserdem, nicht nur die Startseite zu prüfen. PageSpeed Insights analysiert immer nur die eingegebene URL. Testen Sie deshalb auch wichtige Unterseiten, vor allem solche mit vielen Bildern oder umfangreichen Inhalten. Zu beachten ist ausserdem, dass die ausgelesenen Werte browserspezifisch sind.

Die Werte können zudem je nach Standort oder Zeitpunkt leicht schwanken. Führen Sie den Test deshalb mehrmals durch und orientieren Sie sich am Durchschnitt.

Der PageSpeed-Score sollte nicht allein betrachtet werden. Wichtiger ist, welche Ursachen hinter den Hinweisen stehen und wie sich die Website für Besucher anfühlt. Als Richtwert empfiehlt Webgorilla mindestens 80 Punkte auf dem Desktop und mindestens 50 Punkte mobil. Nach grösseren Änderungen sollte erneut getestet werden, um zu prüfen, ob sich die Ladezeit tatsächlich verbessert hat.

Überblick: So wird Ihre Website schneller

Die einzelnen Schritte einer PageSpeed Optimierung bauen aufeinander auf. Dieser Überblick zeigt, wo typische Probleme entstehen und was dagegen getan werden kann:

BereichTypisches ProblemMögliche Massnahme
HostingLangsame ServerantwortHosting und Serverkonfiguration prüfen
ThemeUnnötige Funktionen werden geladenAufbau der Website prüfen
PluginsZusätzliche Skripte und StylesNicht benötigte Erweiterungen entfernen
BilderDateien sind zu grossBilder komprimieren und passend ausliefern

Warum lohnt sich eine PageSpeed Optimierung?

Eine langsame Website fällt Besuchern schnell auf. Seiten reagieren verzögert oder Inhalte erscheinen erst nach einigen Sekunden. Das kann dazu führen, dass Nutzer abspringen, bevor sie sich näher mit dem Angebot beschäftigen. Eine gute PageSpeed Optimierung verbessert deshalb vor allem die Nutzung der Website.

Auch für die Sichtbarkeit bei Google ist die technische Qualität relevant. Google berücksichtigt mit den Core Web Vitals Messwerte, die die Nutzererfahrung einer Website abbilden. Dazu gehören unter anderem die Ladezeit des grössten sichtbaren Elements sowie die Reaktionsgeschwindigkeit nach einer Interaktion.

Wann ist eine nachträgliche PageSpeed Optimierung sinnvoll?

Auch eine ursprünglich schnelle Website kann mit der Zeit langsamer werden. Neue Funktionen und zusätzliche Inhalte erhöhen nach und nach den technischen Aufwand.

Eine nachträgliche PageSpeed Optimierung beginnt am besten mit einem PageSpeed Test. So lässt sich erkennen, wo tatsächlich Ladezeit verloren geht. Vor grösseren Änderungen sollte ein aktuelles Backup erstellt werden. Anschliessend können unnötige Plugins, grosse Bilder oder Datenmüll gezielt geprüft werden. Gerade bei älteren WordPress-Websites sammeln sich zudem Revisionen und Pluginreste in der Datenbank an.

Auch Caching-Plugins können helfen. WP Rocket bietet viele Funktionen für Caching sowie CSS- und JavaScript-Optimierung, ist aber entsprechend komplexer. WP Fastest Cache ist einfacher aufgebaut und eignet sich eher für kleinere Anpassungen. Wichtig ist, nicht wahllos zu optimieren, sondern zuerst die eigentliche Ursache zu finden.

Fazit: PageSpeed Optimierung Schritt für Schritt angehen

Eine schnelle Website entsteht nicht durch eine einzelne Einstellung. Eine PageSpeed Optimierung beginnt beim Hosting und führt anschliessend durch die weiteren Bereiche der Website wie Theme, Plugins und Inhalte. Nach jeder grösseren Anpassung zeigt ein Test, ob sich die Ladezeit verbessert hat.

Webgorilla unterstützt Sie dabei, die Ursachen für lange Ladezeiten zu finden und Ihre Website dort zu optimieren, wo es tatsächlich einen Unterschied macht.

Häufige Fragen zur PageSpeed Optimierung

Wie kann ich den PageSpeed meiner Website verbessern?

Prüfen Sie zuerst, wo Ladezeit verloren geht. Anschliessend können die betroffenen Bereiche gezielt optimiert und erneut getestet werden.

Was ist ein guter PageSpeed-Wert?

Der Score allein ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass Inhalte schnell erscheinen und die Website ohne spürbare Verzögerungen reagiert.

Machen viele WordPress-Plugins eine Website langsam?

Nicht automatisch. Entscheidend ist, welche Ressourcen ein Plugin lädt und wie stark es den Seitenaufbau beeinflusst.

Wie oft sollte der PageSpeed getestet werden?

Nach grösseren Änderungen sowie zusätzlich regelmässig, damit Verschlechterungen früh erkannt werden.

Kann ich den PageSpeed auch nachträglich verbessern?

Ja. Auch bestehende Websites lassen sich gezielt optimieren, sobald die Ursache für die langsame Ladezeit bekannt ist.